Auf einen Blick
Wann Zahnersatz an einem Tag sinnvoll ist
Das Verfahren eignet sich für einzelne Zähne, die so viel Substanz verloren haben, dass eine Füllung nicht mehr ausreicht: nach großen Defekten, bei gebrochenen Höckern, unter alten, undichten Füllungen oder nach einer Wurzelbehandlung.
Nicht jeder Fall lässt sich an einem Tag lösen. Mehrgliedrige Brücken, Versorgungen auf Implantaten und ausgedehnte Frontzahnästhetik planen wir bewusst über mehrere Termine – dort ist Zeit ein Qualitätsfaktor. Was in Ihrem Fall möglich ist, klären wir beim Befund, bevor wir beginnen.
So läuft die Behandlung ab
Befund und Planung
Wir prüfen, ob der Zahn für eine Versorgung an einem Tag geeignet ist, und besprechen Material, Alternativen und Kosten.
Zahn vorbereiten
Der Zahn wird beschliffen, defektes Gewebe entfernt. Wenn nötig, wird zuvor lokal betäubt.
Digitaler Scan
Ein Intraoralscanner erfasst Zahn, Nachbarzähne und Gegenbiss in wenigen Minuten – ohne Abdruckmasse.
Konstruktion und Fräsen
Wir konstruieren die Versorgung am Bildschirm. Die Fräseinheit im Haus arbeitet sie aus einem Keramikblock heraus.
Einsetzen und Kontrolle
Farbe, Passung und Biss werden geprüft, dann wird adhäsiv eingeklebt und poliert. Sie gehen fertig versorgt nach Hause.
Wie digital gefertigter Zahnersatz entsteht
Hinter dem Begriff steht CAD/CAM: computergestützte Konstruktion und computergestützte Fertigung. Was früher ein Labor über zwei Wochen erledigte, geschieht in der Praxis – auf Grundlage eines digitalen Modells, das denselben Zweck erfüllt wie der klassische Abdruck, aber ohne Masse und Löffel entsteht.
Vom Scan zum digitalen Modell
Der Intraoralscanner ist eine Kamera in Stiftform. Sie nimmt pro Sekunde eine hohe Zahl an Einzelbildern auf, aus denen die Software in Echtzeit ein dreidimensionales Modell berechnet. Auf dem Bildschirm wächst das Modell sichtbar mit – Sie können den Vorgang mitverfolgen.
Für die Passung entscheidend ist nicht nur der beschliffene Zahn, sondern auch sein Umfeld: die Nachbarzähne, das Zahnfleisch und der Gegenbiss. Deshalb scannen wir beide Kiefer und lassen Sie zusammenbeißen. Erst dann kennt die Software Ihre tatsächliche Bisssituation.
Gegenüber dem klassischen Abdruck entfallen mehrere Fehlerquellen: Abdruckmasse kann sich beim Herausnehmen verziehen, Gips kann beim Aushärten leicht schrumpfen. Das digitale Modell bleibt unverändert – und lässt sich beliebig oft aufrufen, etwa wenn Jahre später eine Nachbarversorgung geplant wird.
Konstruktion und Material
Am Bildschirm konstruieren wir die Versorgung auf dem digitalen Modell: Umriss, Höckerform, Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen und die Kauflächengestaltung im Verhältnis zum Gegenbiss. Die Software schlägt eine Form vor, wir passen sie an – hier entscheidet fachliche Erfahrung, nicht der Automatismus.
Gefräst wird aus einem industriell hergestellten Keramikblock. Dieses Material ist homogen, porenfrei und in seinen Eigenschaften genau bekannt – ein Vorteil gegenüber jedem manuell geschichteten Werkstoff. Für die Farbe wählen wir den Block passend zu Ihrer Zahnfarbe aus; bei Frontzähnen bestimmen wir sie gemeinsam bei Tageslicht.
Je nach Situation kommen Lithiumdisilikat-Keramik oder Zirkonoxid infrage. Die Wahl richtet sich nach der Position im Kiefer, der Belastung beim Kauen und dem ästhetischen Anspruch. Beide sind metallfrei.
Einsetzen, Haltbarkeit und Grenzen des Verfahrens
Vor dem endgültigen Einsetzen prüfen wir die Versorgung am Zahn: Sitzt der Rand exakt? Stimmen die Kontakte zu den Nachbarzähnen? Passt der Biss in allen Bewegungen, nicht nur beim Zubeißen? Erst wenn alles stimmt, wird adhäsiv eingeklebt – ein Verbund, der Keramik und Zahn zu einer Einheit macht.
Zur Haltbarkeit gibt es belastbare Langzeitdaten: Keramische Einzelzahnversorgungen erreichen in Studien über zehn Jahre hohe Verbleibraten. Entscheidend sind zwei Faktoren, die wir gemeinsam beeinflussen – saubere Ränder durch regelmäßige Vorsorge und, falls Sie knirschen, eine Schutzschiene für die Nacht.
Nicht jede Situation ist für die Fertigung an einem Tag geeignet. Bei ausgedehnten Brücken, bei Versorgungen auf Implantaten und bei aufwendiger Frontzahnästhetik arbeiten wir mit einem Meisterlabor zusammen. Wir sagen offen, wann der längere Weg das bessere Ergebnis bringt.
Was die Behandlung kostet
Als Kassenleistung
Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss. Er richtet sich nach dem Befund, nicht nach der gewählten Versorgung.
Mit einem lückenlos geführten Bonusheft erhöht sich der Zuschuss nach fünf Jahren und nach zehn Jahren.
Die Regelversorgung für Seitenzähne ist in der Regel eine metallbasierte Krone. Eine vollkeramische Versorgung geht darüber hinaus.
Als individuelle Leistung
Für die keramische Versorgung aus digitaler Fertigung entsteht ein Eigenanteil. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen Festzuschuss und tatsächlichem Aufwand.
Den Betrag nennen wir vor Behandlungsbeginn schriftlich – aufgeschlüsselt nach zahnärztlicher Leistung und Material.
Private Versicherungen übernehmen vollkeramische Versorgungen je nach Tarif überwiegend oder vollständig.
Sie erhalten einen schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie in Ruhe prüfen und bei Ihrer Versicherung einreichen können. Erst danach beginnt die Behandlung.
Die Praxis liegt in Köln-Holweide, im Ärztehaus an der Bergisch-Gladbacher-Straße 408, nahe der Grenze zu Bergisch Gladbach. Weil Planung, Fertigung und Einsetzen bei uns im Haus stattfinden, entfällt der zweite Anfahrtsweg – ein Vorteil besonders für Patienten aus Dellbrück, Mülheim und Bergisch Gladbach. Kostenfreie Parkplätze vor dem Haus, Zugang über Aufzug.
Häufige Fragen zu Zahnersatz an einem Tag
Termin vereinbaren – online oder telefonisch.
Buchen Sie rund um die Uhr online oder rufen Sie uns während der Sprechzeiten an. Bei akuten Schmerzen versuchen wir, Sie noch am selben Tag unterzubringen.

